Der verlorene Zwilling!
Verlustängste, unerklärliche Schuldgefühle.

Das unterschätzte Phänomen: der medizinisch unbemerkte Verlust eines abgegangenen Zwillingskindes, noch im Mutterleib! Aus der Sicht der Biologen stellt der sehr frühe, vorgeburtliche Tod keine Besonderheit dar. Nach neuesten Schätzungen sind zwischen 50 und 75 Prozent aller Schwangerschaften Mehrlingsschwangerschaften. Aus gutem Grund: die Evolution wünscht Überleben!

So kann es statistisch tatsächlich sein, dass fast jedes 2. Kind während der Entwicklung im Uterus ein Schwesterchen oder Brüderchen verloren hat. Meistens in den ersten Wochen. Medizinisch unbemerkt und unauffällig. Vielleicht noch durch eine Frühgeburt angezeigt, die irgendwie unerklärlich ist – aber alles passt. Das Kind will gehört werden: „Ich will leben!“ und kommt früher auf die Welt! Später möglicherweise psychisch im Verhalten beeinflusst. Denn die ersten Beziehungen – bereits im Mutterleib – beeinflussen uns maßgeblich! Die erste Beziehung überhaupt, entsteht bereits zwischen Samen und Eizelle. Als nächstes folgt die Beziehung zu möglichen Geschwistern im Mutterleib. Dann erst folgt die Bindung des Embryos an die Mutter. Dann die Geburt und folglich die Beziehungen im Außen.

Am Lebensanfang werden die Gleise gelegt, auf denen später unser Lebenszug fährt!

So leidet jemand der im Mutterleib ein Zwillingsgeschwisterchen verloren hat, später an den Folgen des unbewussten Verlustes. Sie wollen leben und können doch nicht mit der ganzen Kraft im Leben stehen. Irgendwie stehen sie dann immer mit einem Bein woanders! Ein Gefühl, des nicht wirklich „hier seins“, stellt sich ein! Schuldgefühle gegenüber Anderen und starke Trennungsängste binden zu viel Energie und verhindern glückliche Beziehungen! Die einen meiden Nähe, aus Angst vor dem erneuten Verlust. Andere wollen symbiotische Beziehungen und werden immer wieder enttäuscht, weil sie dem Partner damit viel zu nahe kommen.

Dies alles mündet oft in Resignation und Apathie. Oft sind es dann auferlegte Verbote, die uns aus Schuldgefühlen hindern, ein glückliches Leben zu leben.

Wie wir verändern...

Die Lösung liegt darin, „den Anderen“ wieder zu finden und anzuerkennen. Diese Bewusstwerdung ist ein Wendepunkt im Leben. Das Leben wird leichter, Wunden und Verwirrungen können heilen = Selbstheilung!

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