Schmerzen

Ende mit Druck und Leistungsanspruch!

Wir sind ein Volk mit Schmerzen geworden. Allem voran, Kopf und Rückenschmerzen! Dabei wird zwischen spezifischen und unspezifischen Schmerzen unterschieden. Das ist wichtig, denn bei spezifischen Schmerzen, liegen körperliche Ursachen zugrunde, es scheint also etwas „defekt“ zu sein. Weit häufiger sind aber unspezifische Schmerzen, bei denen keine eindeutige, körperliche Ursache ausgemacht werden kann. Damit liegt ein Prozess-Symptom vor, das veränderbar ist!
Häufig wird die Auswirkung medizinisch, also der Schmerz isoliert, gesehen. Das ist eine gute Akutmaßnahme. Dennoch sollte die Wirkungs-Kraft in Augenschein genommen werden, die diese Auswirkungen (Schmerz) verursacht hat. Denn Schmerzen sind eben kein isoliertes Problem, sondern eher eingebettet in die individuelle Lebens- und Lernhistorie des Betroffenen.

Fragen wir uns also einmal, in welchen sozialen Verbindungen der Betroffene steht, wie geht er mit Streit, belastenden Bedingungen und unbekannten oder überraschenden Situationen, wie Verlust oder Tod um? Was glaubt er über sich und andere und wie versucht er sich anzupassen?
Denn besonders die eigenen, geistigen Interpretationen zu den Lebens-Ereignissen haben entscheidenden Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden. Dies unterstreichen zahlreiche Studien.

Körperlicher Schmerz kann oftmals auch eine fortgeschrittene Folge von Depressionen, Angst, Emotionen wie Lieblosigkeit, Enttäuschung, Scham, Schuld, Wut und Groll sein.

Oftmals stehen die Betroffenen beruflich und familiär sehr stark unter Druck und haben selbst einen sehr hohen Leistungsanspruch. Schmerzen sind damit ein körperlicher Ausdruck, seelischer Konflikte, aufgrund noetischer (geistig) Fehlinterpretationen der vorangegangenen Lebensumstände.

Der Weg zur Lösung.

Auch hier gilt es einmal mehr, Augenmerk darauf zu legen, was im System des Betroffenen wirkt und sich als körperlicher Schmerz bei dem Betroffenen in Folge manifestiert hat. Wie gelingt es, den Betroffenen aus seinen zwischenmenschlichen Verstrickungen und Belastungen zu entbinden und ihn dadurch zu befähigen, seinen hohen Anspruch an sich und andere zu mildern? Sich selbst besser und auch andere zu verstehen, ist der erste Weg zur Heilung und somit der Weg hin zu einer Schmerzlinderung bis zur Schmerz-Freiheit. Denn ein Leben in Freiheit ist folglich auch ein Leben ohne Schmerz!