Fibromyalgie - verkampft in der
Bewältigung des Alltags

Unsere Muskeln sind immer in Bewegung, müssen arbeiten. Wie viele Muskeln wir aktivieren, entscheidet sich in uns, wie und in welchem Masse wir uns bewegen. Der Muskel an sich ist also ein Arbeitstier – ständig in Bewegung. Die mechanische Kraft, die einen Muskel befähigt, ein Gewicht zu heben, nennen wir Muskelspannung. Arbeit ist – das wußte schon Sigmund Freud – eine lebenswichtige Notwendigkeit zur Erhaltung des Daseins, vergleichbar mit dem menschlichen Stoffwechsel: Arbeiter wechseln ihre Arbeit in Lohn um.

Die soziale Thematik bei Problemen im Muskel, also beim Arbeitstier, zeigen auf, dass wir glauben, wir arbeiten, aber eben nicht für uns. Wir meinen, wir sind dem Einfluss des anderen ausgesetzt und können dem nichts entgegensetzen oder Einfluss nehmen, weil wir immer glauben, der andere schafft es ohne uns nicht. Wir sehen hier also eher ein Problem in der Partnerschaft.

Speziell bei dem Thema Fibromyalgie glaubt der Klient, er muss funktionieren und ist dem Leben hilflos ausgesetzt – wie man es möglicherweise schon aus der Kindheit bei seiner eigenen Mutter miterleben musste. Daraus folgt auch für den Klienten eine zunehmend verkrampfte Bewältigung des Alltags.

Wie lösen?

Jetzt gilt es die sozialen Verpflichtungen und Verstrickungen, die wir uns selbst auferlegt haben (insbesondere zur Mutter) zu sichten und mir selbst die Erlaubnis zu geben, meine eigene Lebensbewegung zu folgen, damit ich mich nicht mehr verkrampfen muss.