Bulimie - uns selbst verloren.
Ein Leben ohne Gewicht!

Bei Bulimie sprechen Ärzte von einer Körperschemastörung. Wir nehmen unseren Körper anders wahr, als unsere Umwelt ihn sieht. Es fehlt uns die „richtige“ Einstellung zum eigenen Körper.

Denn die Quelle unseres Heißhungers, mit später herbeigeführtem Erbrechen ist unsere Bezüglichkeit zur eigenen Lebenssituation, auf die wir keine geeignete Antwort finden. In den meisten Fällen ist es aber nicht die aktuelle Situation, sondern die soziale Interaktion in unserer Herkunftsfamilie. Die aktuelle Situation ist nur der Auslöser über diese Frustration. So leiden dann alle Beteiligten in der heutigen Gegenwarts-Familie und keiner weiß genau warum! Ursprünglicher Grund – aus sozialsystemischer Sicht – ist die Sehnsucht nach tatsächlicher Eigenständigkeit und der Distanz und oftmals Schüchternheit zur Mutter.

Wir haben kein wirkliches „Gewicht“ in der Familie und in Bezug zur Mutter.

In der Regel empfinden wir die Mutter als sehr einnehmend. So schwanken wir zwischen „brennenden“ (Speiseröhre) Sehnsüchten nach dem Fortkommen im eigenen Leben und der Angst, die eigene Mutter zu enttäuschen, die doch alles für uns gemacht hat. Leider oft auch zu viel. So kommt es häufig vor, dass wir der Mutter im späteren Alter mit Ärger begegnen und oftmals nicht wissen warum. Es ist die unterdrückte und unausgesprochene Wut, die wieder keinen passenden Kanal findet.

Das Einzige was jetzt – oftmals nach Jahren – hilft, ist die AKTIVE Selbst-Findung. Der Aufbau einer eigenen Strategie, die mich das Leben annehmen und gestalten lässt. Selfness, als Programm, statt Wellness als „temporäre Fassade“.