ADS & ADHS - Zu wenig
Aufmerksamkeit macht krank!

Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung - mit oder ohne Hyperaktivität - ist eine im Kindesalter beginnende, psychische Störung. Hohe Ablenkbarkeit, kurze Konzentrationszeiten, schneller Aktivitätswechsel, motorische Unruhe sind die häufigsten Erscheinungen.

Um das Wesen dieser psychischen Störungen im Ursprung zu verstehen, ist es wichtig, sich über das Familiensystem klar zu werden und herauszufinden, welche Rolle die Krankheit in dieser Familie übernommen hat. Wie sind die Beziehungen? Wie ist die Kommunikation? Kurz: es geht um die zwischenmenschliche Interaktion und Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern.

Niemand ist alleine krank.

So geht es auch hier um die These, dass das Symptom keine Störungen in der Seele, sondern eher eine Störung im sozialen Miteinander darstellt. Gab es z.B. bis zum 20. Jahrhundert überwiegend kleine Lebensgemeinschaften, so hat heute die multikulturelle Gemeinschaft so viele unterschiedliche Lebensformen, Überzeugungen und Lebensziele, dass jeder Versuch, eine verbindliche Erziehungsmethode herzustellen, Konflikte und Krisen in uns produzieren kann. Eine Erziehung, die zäh an Bestehendem festhält und das Neue ablehnt, zwingt Kinder in extreme Verhaltensmuster – sind sie doch täglich mit Neuem in Kindergarten und Schule konfrontiert. Kinder, die Eltern haben, die an allem Alten festhalten, haben Kinder mit hoher Ablenkbarkeit und wenig Konzentration.
Nicht kontrollierbares Verhalten der Kinder deutet auf Eltern hin, die alles unter Kontrolle halten und eine enge Struktur für unveränderbar halten.

Es sind Kinder, deren Eltern eigentlich überhaupt keine Probleme mit Kindern haben möchten!

Dies geschieht natürlich auch oft ohne Vorsatz. Eltern, die gewissermaßen mit dem Rücken an der Wand stehen, haben keinen Spielraum für ein entspanntes Miteinander und stürzen die Kinder in Richtung ADS/ADHS.

Kinder die keine Aufmerksamkeit bekommen, bekommen Aufmerksamkeitsstörungen! Erziehungsarbeit ist also Beziehungsarbeit!

Ein Lösungsweg ist, Ideen vom eigenen Leben und die Bilder der Familienmitglieder zur Sprache zu bringen, damit alle, die am Tisch sitzen, gemeinsam wissen und gemeinsam verändern. Denn niemand kann das alleine regeln!

Nur so entlasten sich die Eltern auch von einer gewissen Schuld! Und unsere Kinder können wieder entspannt spielen gehen....